Julia-Carolin, Madleen und Mandy - vielen Dank für eure schöne Idee! Macht unbedingt weiter so! Die Besucher von treffurt.net werden euer Märchen mit Genuss lesen. Mehr Fotos von eurem Auftritt gibt es in der Fotogalerie.
Liebes NarrenVöllger,
Lange haben wir Büchner gewälzt.
Sobisch kamen wir zu Diezel.
Wir wollten keinen Pfennig ausgeben und nichts über’s Knie Brechmachern,
wir wollten Frank und Frey erzählen, keine Mengel aufDeckert und es sollte trotzdem ein Gauditz werden.
Laske uns erzählen und Hörig uns zu!
Es war einmal vor nicht allzu langer Zeit in dem nicht allzu fernen Ruhlandt die Gemeinde Eickstädt. Zum Gemeindeverband gehörten die Ortsteile Papendorf und Windorf, die Werneburg auf dem Meyenberg, die Osburg an der Nortmann des Wetzestein und die Regenspurger Ländereien zu denen der Steinberg und der Eichenberg gehörten.
Südlich lag der schöne Oßwald, nördlich der Hauswald, westlich der Grünwald und im Osten Eickstädts war der Ödewald.
Die Grenze zwischen den Wäldern war jeweils ein kleiner Bach, der Hattenbach, der Fischbach, der Hossbach, und der Urbach.
Der BürgerMeister Albrecht Schmidt von Eickstädt hatte vier Söhnchen. Rudolph , Thomas, Otto und Peter. Die Familie wohnte in einem Neuhaus am Fuße des Hohnstein und das Leben war Ohnesorge.
Von Montag bis Freytag ging Schmidt Flisik den Amtsgeschäften nach.
Zur Pflege seines Grund und Bode wurde der BürgerMeister Schmidt am Feiertag immer zu Gärtner und Hirte.
Wohlgemuth und Fröhlich zog er seine Hornschuh an, nahm sein Jäckle, einen Beutel und seinen Hunstock, schwang sich auf sein Rößling und schaute nach seinen Holländereien.
Er begrüßte freundlich Kalb und Schaaf, denen die Wiesemann überlassen hatte, Gosda seine Hölzer, dann Schnitter den Rosenbusch und den Hagedorn und ritt Rasch durch sein Rohfeld um nach seinem Setzekorn zu sehen.
Er Taudte seinen Augen nicht als er zum Krefeldt kam und sah, dass ein Hohlbein sein Sommerkorn geKappt hatte. Heiliger Salomon! Kahl war der Lehm in der Ochsenfahrt.
Sein ganzer Scholz war Noll und nichtig.
Schmidt war nicht mehr Jung und wurde über Grimm und Kummert so krank, dass er Senebald ein Schattenschneider seiner selbst und ein Schleicher durchs Dunkel wurde und von Dannemann ging. Gottbehüt ! Der Herrmann hab’ ihn Seelig !
Um sein Begräbnis wurde Warrlich ein großer Rommel gemacht. So mancher Edelmann der umliegenden Schlösser war erschienen: der Kaiser von Ruhlandt: Friedrich der Achtert mit seinem Herold, König Karl, der Voigt von Wetzestein, der Bischoff zu Sankt Matthäus, die Mönche von Sankt Nikolaus und der Pabst. Schmidt bekam keinen Gräbenstein vom SteinMetz, sondern ein Kreuz aus Eichholz.
Doch kaum war der alte BürgerMeister unter der Ertmer schon gab’s Zänger und Streit über die Nachfolge.
Die einen wollten dass Otto, die anderen dass Rudolph, wieder andere, dass Thomas und natürlich wollten auch einige dass Peter Nachfolger des Vaters wird.
Otto war eigentlich ein Gutgesell, doch wenn er seinen Rippel kriegte, war er schnell auf dem Rauschenberg.
Rudolph war eine Schönheit, aber im fehlte der nötige Schnittger.
Thomas behauptete Rudolph sei Schöniger, aber er sei ein Geiler Bockel,
er habe einen richtigen Rohrmann in der Hose. Doch manchmal trügt der Schein, auch er hatte nur einen Nennstiel.
Peter war ein Stübling, kam den ganzen Tag nicht aus seinem Zimmer.
Böse Zungen sagten, er hätte schon mal mit dem Hauptmann zu tun gehabt, weil er ein Rauber sei und dem Kaufmann `ne Manegold gestohlen hätte.
Nun trafen sich die Herrn des Gemeinderats, Elflein an der Zahl: der Schreiber, der Becker, der Müller, der Töpfer, der Böttger, der Brauer, der Fischer, der Kanzler, der Weber, der Schneider und der Tuchscherer und fassten einen Beschluss:
Die Brüder sollen im Kumpf sich messen, Kraft und Weisheit sollen entscheiden, wer BürgerMeister wird.
Taja sagte Peter, da Wollert wir uns erst mal stärken. Der Förster solle einen Rebhahn und einen Schellhase erlegen.
Rudolph Wandt ein, ich Essiger kein Fleischmann, der Fischer bringe mir einen Häring ohne Schupp.
Junge, Quaak nicht rum und mach nicht so’n Raddau, sagte Thomas, es gibt nichts Andres für Flachmeier.
Darauf erWiedemann Rudolph, er sei ein Oberpichler und würde alles auf die GoldWagner legen.
Genau in diesem Moment servierte der Koch, den Braten mit Fritzsche SchwenkeKartoffeln und Pommes Writte, dazu Reichardt er einem Trunk vom Gerstenberg und einen Apfel.
Es war Mey und der Wettstreit sollte beginnen. Als erste Aufgabe sollte jeder gegen jeden kämpfen. Mann wählte den Hardegen zur Waffe und dann gab’s ordentlich Pfeffer auf’s Mohnhaupt.
Gerats als Thomas Ernst machen wollte, brach der Müller den Kumpf ab.
Peter hat gleich rumgeMootzt und gemeint, dass der Müller ein alter Schwedler sei und Frank gern als Rieger im Kumpf sähe und das sei Feige und nicht Fehr.
Darauf zog der Müller den Schwanz ein und Brummerte vor sich hin.
Ungerdessen wurde schon die Glock zum Wettlauf geläutet.
Laufer durch die Urbane Wüstehube bis zum Wallborn, noch ein Stickel weiter besteige Mann den Schildberg, Knote Seile zusammen und erklimme von außen den Thurm auf dem Gipfel.
Zum Zeich des Sieges bringe der erste das Vogeley aus dem Nest auf dem Thurm.
Thomas schaute Peter Gehl an und sagte, Ich glaub’ ich krieg’ ’nen Zschocke,
der mit seinem WabbelBauch kommt doch Niehaus am Thurm an.
Darauf Peter aus voller Bust, Sachs noch mal und ich Stützer dir den Barth mit der Axt.
Es dauerte eine Weigel bis der erste ins Ziel kam.
Rudolph brachte das Ei einer Dohle, er hat es mit Pfeil und Bogen aus einem Bäumler geschossen.
Peter hatte das Ei einer Krähe, auch dieses war nicht vom Thurm.
Thomas hielt ein GimpelEi in der Hand, aus der VogelHütterodt und Schott damit aus.
Und Otto war ein Renner und brachte tatsächlich das Ei des Storch vom SchildbergThurm. Er sollte nun der BürgerMeister werden, doch als Mann Ihn ernennen wollte, trat Hösch ein Bergmann in den Saal fasste sich ein Herz und sagte,
ich habe beobachtet, wie ein Rupprecht die Tür zum Thurm mit einem Dietrich geöffnet, die Treppe hinauf geKliche sei und das Storch-ei genommen habe.
Der Gemeinderat machte sich darauf seinen Reim, und so war’s auch für Otto aus.
Er war Sauer. Vor Wuth rief er dem Bergmann zu, scher’ dich aus dem Saalmann sonst Höbel ich dir die Glatz, du hast mir alles verSault.
Rauh und Hartl war der Wettstreit und er dauerte vom Morgenstern bis in die Nachtweih, viele Tage, Wochen, Jahre. Einen BürgerMeister hat Eickstädt immer noch nicht.
Nun beSchlosser, der Gemeinderat, dass der, der Schnell den Hopf unter die Haube kriegt und Rink ein Kindel Zölfel die BürgerMeisterCron bekäme.
Das wäre kein Problem gewesen, Wenda Weidner und Breitbarth ein Braunhold Weib geWesemann.
Jeden Winkler und jede Ritze hatte jeder Jungermann in Eickstädt schon durchsucht, Frank war außerdem zu Dick, Peter war Keusch, Thomas war immer Vollrath und verlor dabei alle Triebel und Otto Fömmelte sich lieber selbst am Hannemann.
Thomas meinte das ist die Krönert, was sich die Herren da ausgedacht Henning, die haben doch ein Rader ab. Mal Nehrlich dass Beste wäre man, treibt sie in die Enge, Bork sich ne Buchs, mache ein paarmal Zeng, und wir wären alle Lotz.
Frank hatte noch eine andere Kühne Idee, Mann binde jedem einen Eisenhuth ans Bein und Stötzel ihn in den Hattenbach.
Otto stand nur da wie ein Götze und Brunzelte etwas die Stirn. Dann sagte er, er hätte einen Kümpel, der war mal Krieger in des Kaisers Heerwig, so ein richtig Rödiger Rühling der gern mal einen Wiechmann verKlöpfelt.
Peter sagte, na Toleikis, ihr seid schlechte Rathgeber, ihr kriegt mich nicht die Bohne dazu, so etwas Karstiges zu tun, ich trete doch nicht ins Lickefettnäpfchen des Gemeinderats und geh für euch alle in die Zellmann, wir sind doch Weise und Hellmann genug uns zu Wehner und das Götjes auch anders, Gellert.
Otto darauf, du hast Recht, denn wenn’s dann doch ganz schön Meng is Rauscht man in der Hitzigrath des GeMetzings Wohlers möglich selbst in die Lehmkuhl, oder kriegt so manche Schramm und hat jede menge Bley im Pohl.
Im Kaltofen knisterte das Braunholz. Thomas Jauernikte sich nieder um ein Paar Scheifler nachzulegen. Da Luhnste ein kleiner Keßner Mohr aus dem Rohrbach.
Grustat euch!
Ich Heise Stephan vom Laudenbach und bin Schweitzer, ich fahre Oppel und habe ein Funktelefon, ich bin ein Höftmann und kann euch Genzel neue Höffner geben. Meine Hobbys sind Koscielsky fahr’n und HanftAnbau. Dannließ er seine Hüllmann fallen. Wondrat euch nicht Stemmlerte er, ich Steube nur meinen FilzRock aus, der ist voller Vanselow. Eigentlich wollte ich bei euch nur ein Werning Benzing tanken.
Peter rief: "Nimm dein Käppler ab, Swaschnik die Hände und Packheuser dich zu uns. Sei unser Gast."
Der Knabe war ein Uhlig Ksellmann und nahm Germerodt Prax am Tisch.
Thomas fragte ihn: Maker eine Maas Biehl, einen Seidel Weinrich oder Liebe ’nen Kirsch.
Schenk ein sagte Otto.
Für den Mohr wäre ein Krug Mellich besser gewesen.
Zum Wohlfahrt sagte Rudolph und Kroß sich gleich noch mal ein.
Es dauerte nur ein Weidlich, und alle waren Moll.
Ein DorfSchulze wurde nicht Gernandt und wenn der Welzelbub’ sie nicht geholt hat, dann Lummern sie noch heute in ihren Mäurern …
Schade Sie ist vorbei, die KrauseSchau
Euch allen ’nen Kuß und ein
Treffurt - HELAU !!!
(Vorgetragen zur Prunksitzung des TCV am 05.02.2005 von Julia-Carolin Zeng, Madleen Schneider und Mandy Rödiger)